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Saturday, November 14, 2009

Peter's NYC (now CA) Tagebuch - Sonderausgabe Fitness-Studio

Nachdem sich sowohl bei Gaby als auch bei mir schon der amerikanische Burgerlook anfängt durchzusetzen - wa soviel heisst wir haben zuviel Pizza, Pasta, Burger auf den Rippen haben wir uns diese Woche bei uns gegenüber im 24hr-Fitness angemeldet.

Und wer es glaubt oder nicht, bei mir ist es jetzt schon der dritte Anlauf mich im sehr komplexen amerikanischen Fitness- System, welches sich DRAMATISCH vom deutschen unterscheidet zurechtzufinden.

Und wer über die Jahre meine Tagebuch-Einträge verfolgt hat, der wird wissen, dass ich misslich versagt habe ....und jetzt bereits zum DRITTEN Mal.

Wer sich nicht mehr so recht erinnern mag, der möge kurz nochmal in der Lasche "Tagebuch" die beiden Beiträge:
- Issue 01/2006 vom 07-02-2006 (Nr 3) und
- Issue 02/2006 vom 31-03-2006 (Nr 5) und
nachlesen.

Und dann kann's ja losgehen - wir starteten am Dienstag mit Laufband und Cycling (und liessen die klassischen Mucki-Gerate noch aus). Jetzt am gestrigen Freitag wurden wir mutiger und Gaby wagte sich in die Zumba-Stunde (was wohl eine Wortschöpfung aus Zombie-Aerobic-Samba, oder so was in der Art sein sollte.). Jedenfalls waren dort ca 40 deutlich übergewichtiger weiblicher kaliforinscher "Zombies' und 1 Mann .....

.... Ne ne ne - weit gefehlt, das war nicht ICH !!!

Ich guckte nur für 2 Minuten durch die Scheibe und begab mich dann zu meinem eigenen Work-out - in den Wet-Bereich und dort in den Lap-Pool zum Bahnenschwimmen.

Naja, jedenfalls die einzige Lesson-Learned die sich aus meinen ersten Besuchen vor über 3 Jahren tief in mein Gehirn eingebrannt hat, ist Speedo-Badehosen können zum Rausschmiss aus dem ehrenwerten Etablissement führen.

Ich also ausgestattet mit meiner neuen Adidas-Hotpant-Schwimmhose aus der zugegebenermassen der nun vorhandene kleine Bierbauch drüberhängt - hinein in das Schwimmbecken und mal flott 1000 m durchgeschwommen.

Zum entspannen - und weil ich auch noch ein wenig Zeit hatte bis Gaby's Zumba-Stunde um war - habe ich mich dann in den Whirlpool (der hier Jacuzzi heisst) gesetzt.

Und zwar mit Blick auf die direkt daneben liegende Sauna, die erstaunlicherweise als Co-Ed (also ein Männlein-Weiblein Gemischtsauna) angelegt ist - was ohnehin schon sehr erstaunlich ist, da sonst hier in den USA der Männer und Frauen-Bereich streng getrennt ist.

Jetzt kommt's und ich bitte festzuhalten, das ist WIRKLICH passiert - ich war nicht unter Drogen, Alkohol oder vom Schiwmmen so erschöpft, dass ich halluziniere.

Die Sauna-Tür öffnet sich und heraus kommt eine Frau mittleren Alters in Shorts und T-Shirt - AUS DER SAUNA !!!

Ok, dachte ich, mit dem Co-Ed ist es also nicht soweit her - hier muss man also mit Höschen und T-Shirt in die Sauna.

Doch weit gefehlt, nach weiteren 5 Minuten kam ein junges Paärchen - so Mitte 20 - aus der Sauna heraus - und wie nicht anders zu erwarten mit Shorts und T-Shirts ....

... und Sneakers incl. Socken - WAAAAAAAAAAAAAAAAAAS ????

Und zu allen Ueberfluss hatte der Typ auch noch seine Baseball-Cap auf !!!!

IN DER SAUNA - mit Klamotten, Schuhen, Socken und Baseball-Cap.

Mein alter Spezl Asterix würde da sagen: Die spinnen, die Amis.
Und in diesem Falle gilt wohl eindeutig - Recht hat er.

Thursday, October 29, 2009

Taxi fahren in NYC - für Insider ONLY !!!

Also gleich mal vorne weg - ich bin kein Rassist ....

.... ABER ....

... wer sich schon mal in ein klassisches gelbes New York City Taxi gesetzt hat, hat sich vielleicht vor die gleiche Fragestellung gesetzt gesehen wie ich mir (und das nun schon seit vier Jahren).

Bekanntlich sind ja alle new-yorkinischen Taxi fest in der Hand der indischen Turban-Mafia, was nicht selten dazu führt, wenn man insbesondere an JFK in ein Taxi steigt und vermeldet man möge doch bitte nach Greenpoint Brooklyn chauffiert werden, man folgendes als Antwort hört:

"Wohin du wollle - isse in Mahnhaatan?" - und das mit der näselnden, leicht erhöhten und immer etwas zu schnell sprechenden Stimme, an der man sofort das typische Turban-Mafia-Englisch erkennt.

Häh ????

Bin ich jetzt hier der Auslander, oder was ?

G - R - E - E - N - P - O - I - N - T - B - R - O - O - K - L- Y- N .... und schon befinde ich mich mitten in dem Erklärungswahnsinn dem "ortskundigen" Taxi-Mafiosi den Weg zu erklären.

Und dann die am meisten brennende Frage. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man ein New York Taxi besteigt, der Turban-Cab-Man ist IMMER, und wenn ich schreibe IMMER, dann meine ich auch IMMER (!!!) am Telefon !!!

Jawohl - am Telefon. Die Frage ist nur am Telefon - mit wem bitte schön ? Mit wem zum Teufel nochmal telefonieren die indischen Taxifahrer mitten in der Nacht um 4.30 Uhr ????
Und selbstverständlich wird ohne Unterlass geredet und geredet und geredet - was gäbe ich in einer solchen Situation dafuer Hindi zu können :-).

Wer mir hier eine plausible Erklärung liefern kann, der bin ich bis an mein Lebensende dankbar.

Richtig ärgerlich wird es dann nur, wenn die mafioese Telefongefaselei den Taxi-Turban ganz vergessen laesst, dass er auch Fahrgäste bei sich hat. So auch gestern Nacht (oder besser Morgen) auf dem Heimweg von unserer Night-Out in Manhattan. Fast schon zuhause angekommen, vermelde ich bei unserem Turban:

"A right turn a the next spotlight, please."

Wir nähern uns der Abzweigung in unsere Strasse und der dazugehörigen Ampel und so rein sicherheitshalber vermelde ich nochmal:

"The next right, please."

Ach ja, falls ich es noch nicht bemerkt hatte, selbstredend ist unser Taxi-Turban am Telefon (und wir schreiben Samstag morgen 1.48 Uhr - also mitten in der Nacht).
Wir nähern uns mit atemberaubender Geschwindigkeit der Kreuzung und - schwupps sind wir auch schon drüber.

Ich - zugegebenermassen nicht mehr wirklich nüchtern - stecke meinen Kopf durch die kleine Oeffnung zwischen Rückbank und Fahrersitz und brülle ihm ins Ohr.

"STOPPPPP"

Wir stehen, steigen aus und als ich mich erdreiste dem Taxi-Faseler kein Trinkgeld zu geben, begleiten uns auch noch die indisch-mafiösen Schimpfwörter nach Hause.

Und hier ist der Beweis (siehe Viedo) ... ich glaube das war der Kerl von letzter Nacht .....

... und wie ich vermutet hatte er ist mit all seinen Brüdern und Vettern und Onkeln nach New York City gekommen und alle haben sich in das Taxi-Turban-Mafiosi-Monopol eingespeist ...

Saturday, October 10, 2009

In 80 Tagen um die Welt ... oder wie weit schafft man es in 9 Tagen ???

Tja, meine Lieben ganz im Sinne von Jules Verne's in 80 Tagen um die Welt habe ich mich auch auf die Socken gemacht.

Mein Reise-Tagebuch:

Freitag, 2. Oktober
Flug 1 - New York City - Mineapolis
(zurückgelegt 698 Kilometer)

Ankunft 10 am EDT
Abflug New York City .... und nach 2 Stunden mussten wir wegen verklemmter Bremsklappe eine Notlandung in Detroit hinlegen, und obwohl der Kapitaen nur gesagt hat wir schaffen es nicht bis Minneapolis, weil er wegen der verklemmten Bremsklappe langsamer fliegen muss und deswegen der Sprit nicht reichen wird.

Dennoch waren als wir landeten (ohne Probleme übrigens) die gesamte Flughafen-Feuerwehr am Rollfeld. Aha - auch schoen !!!

Flug 2 - Detroit - Mineapolis
(insgesamt zurückgelegte 1435 Kilometer)

Ankunft 12 pm CDT
Nach gut einer Stunde gings dann weiter nach Minneapolis.

Flug 3 - Mineapolis - San Francisco
(zurückgelegte 2198 km / Total: 3633 km)

Ankunft 4 pm EDT
Am Flughafen in San Francisco angekommen - dem Ziel der heutigen Reise - hatte ich dann in der United Buisness Lounge mein Job-Interview ....

Flug 4 - San Francisco - New York City
(zurückgelegte 3583 km / Total: 7216 km)

Ankunft 7 am EDT (am Samstag morgen)
... und dann hiess es auch schon per Red-Eye overnight zurück nach NYC .... Ankunft 7am mit ca. 2-3 Stunden Schlafzeit im Flieger.
Wer nun denkt, dass nach zurückgelegten 7216 km in knapp 24 Stunden nun Entspannung angesagt war hat sich getaeuscht.

8.30 am war ich zuhause im Apartment in Brooklyn, Duschen, Waesche waschen, Koffer packen und um 3 pm ging's wieder raus Richtung JFK ....

Samstag 3. Oktober - Tag 2
Flug 5 - New York City - Zürich
(6310 km / Total: 13,526 km)
Ankunft 6.00 MEZ (am Sonntag morgen)

... und dort gleich in den naeschten Red-Eye in Richtung Italia mit Stop-Over in Zürich.

Sonntag 4. Oktober - Tag 3
Zürich - Mailand
(203 km / Total: 13,729 km)

Ankunft 14.00 MEZ
... und da wir (wie so oft) erst mit 2 Stunden Wartezeit in NYC losgekommen waren, habe ich NATüRLICH meinen Anschlussflug verpasst und der naechste wuerde erst in 8 Stunden sein.

Nee, nee, nee - also musste eine andere Loesung her, die da hiess mit dem Zug (nochmal 2 1/2 Stunden) auf nach Milano !!!
Und nach nunmehr zwei hintereinander-verbrachten Naechten in Flugzeugen plus jetzt einer Zeitverschiebung, brachte ich auch diese 2 1/2 Stunden Zugfahrt im abgef****ten Wachkoma hinter mich.

Dort verbrachte ich dann den Montagmorgen mit meinen italienischen Geschaeftspartnern und konnte dann immerhin noch den Nachmittag nutzen um mir ein wenig Mailand anzuschauen.




Dienstag 6. Oktober - Tag 5
Flug 6: Mailand - Zürich
(203 km / Total: 13,932 km)
Ankunft 11.00 MEZ
Stopover !!!


Flug 7: Zürich - NYC
(6310 km / Total: 20,242 km)
Ankunft 4 pm PDT

Back to America !!!

Ich kam dann mal so gegen 6 pm zuhause in Brooklyn an um mich erneut der gleichen Prozedur zu unterziehen: Duschen, Waesche waschen und erneut Koffer umpacken, denn nach einer nur sehr kurzen Nacht (der Wecker ging um 4 am morgens) hiess:

VEGAS, BABY.

Mittwoch 7. Oktober - Tag 6
Flug 8 + 9: NYC- Philadelphia - Las Vegas
(3600 km / Total: 23,842 km)
Ankunft 4 pm PDT

Und noch ein Tag verbracht auf Flughaefen und Flugzeugen ...

... Donnerstag und Freitag blieb dann ein wenig Zeit zum Luftholen - VEGAS, BABY.

.... und FINALLY.

Samstag 10. Oktober - Tag 9
Flug 10 + 11: Las Vegas - Denver - NYC
(3600 km / Total: 28,442 km)
Ankunft 4 pm PDT

Ausser dass ich wieder mal um 5 am aufstehen musste, ging es dann zurück nach New York.

Zugegebenermassen eine Reise um die Erde (40,024 km) habe ich mit meinen zurückgelgeten 28,442 dann doch nicht geschafft. Aber dies immerhin in 11 Flügen in nur 9 Tagen.

Und nun ???

SCHLAFEN - SCHLAFEN - SCHLAFEN !!!

Wednesday, January 10, 2007

Peter's NYC Tagebuch Issue 01/2007 vom 10-01-2007


Hallo meine Lieben,
Tja schon wieder lange nix mehr von mir hören lassen – erst mal noch allen ein gutes Neues und dass alle Euere (und auch meine :-) Wünsche in 2007 in Erfüllung gehen mögen …

1) Mein Name ist Bond – James Bond …
… oder Casino Royale mit Hindernissen

Als eingefleischter James-Bond-Fan war es ja klar, dass ich mir den neuen JB Film (den ich übrigens für einen der besten überhaupt halte) nicht nur einmal ansehen würde. Gesagt – getan und das ganze verbunden mit einem Wochenendtrip nach Boston.
Samstagabend, Boston, Local Time 5:39pm: Schlau wie wir waren und uns die Schlange sparen wollten, haben wir bereits eine Stunde vorher unsere Karten besorgt.
Samstagabend, Boston, Local Time 5:41pm: Aber so ganz ohne was im Magen ging es natürlich nicht – also noch eine Stunde Zeit um noch ein schnellen Happen einzuwerfen.
Samstagabend, Boston, Local Time 6:42pm: Eine Stunde später pünktlich zum Filmbeginn laufen wir ins Kino ein – und der erste Fehler machte sich bemerkbar: Im rückständigen Amerika gibt es (nicht wie im Cinecitta in Nbg) Platzkarten, sondern First come, first serve, was soviel heisst wie: Nur noch Einzelplätze frei und sonst alles voll. DAMNED !!!
Zwei dumm schauende Deutsche mit Karten aber ohne einen gescheiten Platz – also was zu tun ???
Samstagabend, Boston, Local Time 6:49pm: Tja so ganz ohne wollten wir dann doch nicht nach Hause gehen und sind dann einfach in den Nachbar-Kinosaal gegangen, das war der Film der als nächstes losging (um 7.00pm) ohne zu wissen, wie der Film hiess, geschweige worum es ging !!
Samstagabend, Boston, Local Time 7:00pm: Und siehe da der Film: Codename: The Cleaner war sozusagen der Überraschungsfilm des Abends … wahrscheinlich wird dieser Film in Deutschland niemals laufen, aber man könnte ihn fast als den Black James Bond durchgehen lassen – jedenfalls hatten wir dann doch noch Mordsspass.
Und am Sonntag haben wir es uns dann nicht verkneifen können, noch mal ins Kino zu gehen – und jetzt ratet mal in welchen Film !!!!!

Mel – many thanks for a great weekend in Boston.

That’s cool that’s the Boston state of mind.

2) Promispotting in the City …
… oder Sex and the City (live)

Tja ein heisses Thema, das ich schon lange mal ansprechen wollte – jawoll – ist das Thema Promis.
Und als eingefleischter Deutscher ist man hier in Big Apple ja auch nur in der Lage die wirklichen Big Stars zu erkennen (wenn man Glück hat) aber die B-Promis (irgendwelche Serienstars oder Moderatoren, die kennt man halt einfach net). Man fragt sich zwar oft, ob die aufgespritzte und mit einigen Kilos Silikon getunte Blondine neben einem an der Ampel nun Pam Anderson ist oder doch nur ein billiger Pornoabklatsch – UND ??? Was macht man da ??? Nix natürlich – hingehen und fragen macht ja man doch nicht.
Dann gibt’s ja aber doch die Momente wo man tatsächlich einem Star über den Weg läuft oder auch die ganze Straße in der man wohnt gesperrt ist, weil da gerade der neue Will Smith Film gedreht wird.
Doch eines nach dem anderen. So Mitte Dezember gings gerade von Grand Central über die Park Avenue zurück Richtung nach Hause als direkt vor meiner Nase eine schwarze Limo am Fußgängerstreifen hält – und austeigt ????
Henry Kissinger mit seinem Leibwächter, läuft so mir nix dir nix einen Block neben uns her um dann in einen der diversen Wolkenkratzer zu v erschwinden.
Unverhofft kommt oft, so auch, als ich einem Cafe der belgischen Le Pain Quotidien Kette saß und auf mein Date wartete (= mein Steuerberater) und schaue so gedankenverloren zum Fenster hinaus und wer tappt da einfach so – mutterseelenallein – vorbei, mit zerzauten Haaren und schmuddeligem Sweatshirt – Hugh Grant !!! Und weil ich ja dann doch neugierig war, wo der wohl hingegangen ist, bin ich nach dem Termin in die gleiche Straße gegangen, wo der Kollege Grant auch reingegangen – und siehe da, keine 50 m weg, war in einem Klavierladen das Filmset aufgebaut und der Dreh mitten im Gange.
Und ganz besonderes Glück scheine ich mit Miss Sex-and-the-City persönlich zu haben, Sarah Jessica Parker ist mir in den letzten 4 Monaten dreimal über den Weg gelaufen. Das erste Mal mitten am belebten Union Square mitten Ihrem Sohnemann im Kinderwagen (ich war gerade auf den Weg ins Kino – ne ne kein James-Bond-Film – der Film hieß „Little Miss Sunshine“ – ein absoluter liebenswerten B-Streifen), das zweite Mal sind wir dann beim Spaziergehen im Village in der Bleecker Street quasi direkt in sie hineingelaufen, als sie direkt vor uns in eine kleine aber sicher nicht ganz billlige Design-Boutique eingebogen ist – und sie ist wirklich ein Winzling – klein und dünn. Und finally kurz vor Weihnachten wo ich mit einer Freundin zum Spaziergang im Central Park verabredet habe und dann doch ein wenig warten musste (immer das gleiche mit Euch Frauen, jajaja, ist doch so) – na ja jedenfalls, was macht man da wenn man wartet???

RICHTIG !!!!

Leute angucken !!!

Und wer kommt da, die ganz versammelte Familie Parker-Broderick. Und diesmal hätte ich die liebe Sarah Jessica Parker gar nicht erkannt, aber Ihr Ehemann Matthew Borderick war leicht zu erkennen – na ja und dann kam dann endlich auch mit Spaziergangs-Date ….

That’s cool – that’s sex and the city !

3) Glühwein in the City …
… or German Advent in NYC

Irgendwie ist ja Xmas Shopping in New York ohnehin ein Klassiker und die Stadt ist mit Unmengen Touristen mehr als überfüllt, aber so richtige gemütliche deutsche Weihnachsstimmung ist dann doch eher Mangelware.

Daher haben wir uns am dritten Advent zu einem spontanen Glühwein- und Adventsingen zusammengetan … und schon um 4:00pm mit dem Glühwein trinken angefangen. Die Packung echte deutsche Lebkuchen, die Caro vorher noch am Weihnachstmarkt erstanden hat, hatten allerdings nur eine kurze Überlebensdauer – sie sind nämlich NIE bei uns eingetroffen !!!


Jawoll ja, da hat doch die Caro einen sooooo großen Hunger gehabt, dass sie am Weg zu unserem kleinen aber feinen Adventsfestchen einfach alle 8 Stück Lebkuchen aufgemampft hatte – so quasi als Wegzehrung. (Ja ja wenn ich das gemacht hätte …)

Jedenfalls hatten wir zu sechst abends um 10pm (als wir dann den Adventsnachmittag beendeten) 6 Liter Glühwein, 1 Flasche Rum und zwei Familienpizzas vernichet …

That’s hot – that’s real german advent feeling.


4) Die Abteilung: Neidfaktor …
… Culture in the City


Tja wie immer noch ein kurzes Update zu den kulturellen Events der letzten Monate. Im Oktober als ich mein Bruderherz samt Freundin zu Besuch haben wir es doch tatsächlich am Sonntagmorgen in die Kirche geschafft .

?????

Jaaaaaaa, der Peter geht in New York sogar am Sonntag in die Kirche – gell des hättet ihr mal net gedacht :-))))

Na ja seis drum – wir waren in der Kirche in der Fifth Avenue (also wenn schon, denn schon, gelle) und als letztes Lied vor Segen, Hallelujah und Amen sangen wir dann „Glorious Things of Thee Are Spoken“ (Austrian Hymn) und wir konnten auch so richtig lautstark mitsingen, denn die Melodie der „Austrian Hymn“ war uns mehr als vertraut …es war die Melodie der deutschen Nationalhyme (!!!!) Jawoll ja – richtig gelesen – also haben wir halt zwar etwas verdutzt dreinschauend aber im guter Kenntnis der Melodie „Glorious Things of Thee Are Spoken“ schön brav mitgesungen.

Dann gab es mal wieder ein wirklich aussergewöhnliches Erlebnis: ein Besuch im Atelier bei Jean-Claude und Christo. Mitten in Soho in einem Haus wo man – wenn man nicht wüsste wer dort wohnt, wahrscheinlich Angst hätte dort überhaupt sich reinzutrauen. Jedenfalls wurde uns da das neue Projekt vorgestellt – die Überspannung des Colorado River (in 2010) auf 60 km Länge !

Und man glaubt kaum an was für Dinge da so gedacht bzw. was alles berücksichtigt werden muss …

Dann gabs mal wieder einen Musical-Besuch: das Monty-Python Musical SPAMALOT (siehe gesonderten Eintrag)

Das war’s in aller Kürze. Einen gesonderten Eintrag zum Thema Silvester gibt’s dann noch nächste Woche …

So stay tuned – that;s my New York state of mind.

Alles Liebe und bis bald.
Euer Peter

Saturday, August 26, 2006

Peter´s NYC Tagebuch
Issue 03/2006 vom 26-08-2006


Summer in the City

Hallo Ihr Lieben,
wow diesmal hat es ganz schön gedauert, aber here we are.
Mein Tagebuch mit der Sommer-Ausgabe und jetzt auch alles ONLINE !!!!!

1) Beach Opening auf Long Beach (Long Island)
Und da bin ich auch schon beim ersten Thema. Logo, wenn´s heiß wird, heißt es ab ins Schwimmbad oder wenn man so wie hier direkt am Meer wohnt – ab an den Strand. Und so haben wir es auch gemacht, mit dem Smart Cabrio (aus der DaimlerChrysler Tiefgarage) haben wir uns an einem Sonntag Anfang Juni auf nach Long Beach gemacht. Und bei all dem Wahnsinn, den Manhattan hier so bietet, ist es schon der Wahnsinn, dass man nach 45 Minuten Autofahrt direkt am wunderschönen Meeresstrand landet – und sich logischerweise erst mal so richtig den Pelz verbrennt.


Und direkt dahinter viele viele kleine aufeinandergequetschte Sommer-
häuschen – „hurrikanerprobte“ wackelige Holz- und Wellblech-
bauweise, aber irgendwie trotzdem schnuckelig – und vor allem halt direkt am Strand !!!
Da hätte ich irgendwie auch nix dagegen, oder ????

That is pretty cool, that´s beaching state of mind.

2) Championship in Germany
Tja und das Thema des Sommers war natürlich „Soccer Championship in Germany“. Und hier muss ich dann doch ganz deutlich gestehen ist der Neidfaktor (diesmal !!!) ganz auf meiner Seite, wäre echt liebend gerne zu der Zeit in Nürnberg gewesen – tja war aber leider nix.
Soccer ist hier eher Randsportart, aber immerhin wurden alle Spiele live übertragen. Hier nun zwei kurze Anekdoten.

  • Eröffnungsspiel GER vs. Costa Rica. Ich war wo ? Im Foyer des deutschen Hauses im Deutschen Konsulat (gleich gegenüber der UN) zusammen mit ca. 300 anderen Deutschen. Ich war der einzige der mit einer guten ALDI-Deutschland-Flagge bewaffnet war und mir – als ich bei den deutschen Toren, begeistert meine Flagge schwang – einige komische Blicke gefallen lassen musste, was mir denn jetzt einfiele hier wie blöd herum zu fähneln.
  • Sage und schreibe beim Stand von 3:1, mosert doch der hinter mir stehende – offensichtlich aus dem Osten der dt. Republik stammende Deutsche: „Was für ein Sch… Spiel. Des is ja mordslangweilig. Die Deutschen spielen ja so schlecht …“. Hähhhhh – was will der denn, es steht 3:1 – ist doch alles paletti.Aber es ist dann wohl doch eine ureigenste deutsche (oder ostdeutsche ???) Eigenschaft, bevor man sich über irgendwas freut, wird erst mal so richtig sich geärgert. – Warum eigentlich ?

Soweit in Kürze mein Nachbericht zur Fussball-WM. Weitere nette Berichte und Geschichten (und auch schöne, schöne Bilder mit mir drauf) findet Ihr bei unseren New Yorker Freunden Martin und Annette (einfach auf den Link "WM in USA" klicken).

3) Acronyms (Part 2) – oder die Besonderheiten im amerikanischen Sprachumgang
Und nach nunmehr fast einem Jahr gehts ja dann doch schon ein wenig besser mit dem Englischen, allerdings ist mein absolutes Liebingsthema immer noch: Akronyms und Abbreviations, die einem wenn mans nicht weiss, es ganz schoen schwer machen koennen.

Wer hier einen Refresher zum Basiskurs „American Acronyms Part 1“ braucht der schaue einfach unter meinem ersten Newsletter nach:
http://petersnyctagebuch.blogspot.com/2005/10/peters-nyc-tagebuch-issue-012005-vom.html

Wenn so jemand sagt: „I’ll send you a text“ oder I’m a good texter“ so heisst das nicht zwingend dass man jetzt von einem Texter zugetextet wird sondern einfach nur: Ich schick Dir eine SMS !!!

Oder aber auch:
· w/e = weekend
· aka = also known as
· CU = see you
· Body spam = Leute die dich im Straßengedrängel anrempeln
· Neben Metrosexual kann man jetzt auch retrosexuell sein = men spending as little time and energy as possible on their physical appearance.
· Neben Yuppies (Young urban professionals) gibts jetzt auch Neets (young people which are Not in Education, Employment or Training)

Und hier mein absoluter Acronyms Lieblingssatz dieser Ausgabe ist:

BTW – TTU LTR.

Da fragt man sich doch erst mal ob man jetzt hier das Morse-Alphabet lernen muss oder doch eher die Braille-Schrift. Doch weit gefehlt. Amerikaner sind halt einfach stinkefaul.

Hier die Lösung: By the way – talk to you later

4) Nachtrag zum TV
Auch über das amerikanische Fernsehen habe ich in meinen letzten Ausgaben schon ausführlich berichtet, aber den absoluten Hammer habe ich erst vor kurzem entdeckt (wie ihr Euch vielleicht erinnert, beim hoffnungsvollen Zappen doch mal eine vernünftige Sendung zu finden). Manch einer mag sich noch an die guten Aufklärungsshows der 80er und 90er Jahre erinnern, angefangen von Erika Berger bis hin zu Uns-Verona und Ihrer Sendung PEEP. Was aber wenn einem au einmal eine Sexberaterin auf der Glotze entgegenblickt, geschätztes Alter 80+. Ich muss gestehen, die Sendung habe ich mir dann reingepfiffen, ungläubig, amused und immer wieder überrascht. So wurden dramatische Themen behandelt wie: „Ich bekomme keinen Orgasmus wenn ich mit meinem Mann schlafe!“ OK OK – soweit so gut – ich war auch schon ganz gespannt auf den ausstehenden Ratschlag. Und prompt kam er auch: „Probiert es doch einfach mal auf der Waschmaschine, waehrend das Schleuderprogramm läufft!“ – Yupp – da schau her, da kann man ja vielleicht noch was lernen ….

Und wer glaubt, ich verscheisser Euch jetzt alle, hier der Beweiss – habe einfach fluggs den Fernseher abfotografiert.

Und wem das nicht genug ist, hier auch noch die Website: http://www.talksexwithsue.com/

...

...

(Und ich würde ja wirklich verdammt gerne wissen, wer jetzt von Euch allen auf diesen Link klickt :)))))))))

That is pretty cool, that´s New York´s TV state of mind.

Ihr Lieben, diesmal habe ich irgendwie etwas länger gebraucht, jetzt gibt’s mein Tagebuch wieder öfter, allerdings mit kleineren Beiträgen, aber dafür mit Bildern. Also schön brav einen Bookmark setzen und einfach mal wieder reinlesen.

Bis dahin alles Liebe aus New York City

Euer Peter

Friday, March 31, 2006

Peter´s NYC Tagebuch
Issue 02/2006 vom 31-03-2006

SPRINGBREAK – der Frühling ist da


Hallo Ihr Lieben,

der Frühling ist da und so wie es aussieht auch (endlich) bei Euch in good old Germany. Bei uns vor dem Fenster hat der Baum bereits seine ersten grünen Blättchen – es kann also nicht mehr so lange dauern bis es warm wird. The spring breaks – wobei das ja wohl eher daher bekannt ist, dass wildgewordene amerikanische Teenager exzessive Parties feiern.

Und was mache ich ???

Jawoll, ja. Liege mit der ersten Frühlingsgrippe im Bett, schniefe, huste und langweile so vor mich hin – also die beste Zeit für den nächste Ausgabe meines Tagebuchs.

1) Nachtrag zum letzten Newsletter (Winter in NYC ) – Wintereinbruch in NYC

Kaum hatte ich den letzten Newsletter verschickt und mich über den nicht vorhandenen Winter hier in NYC beschwert, kam hier am Wochenende darauf ein Blizzard und es hat innerhalb von 12 Stunden 60 cm Neuschnee gehabt. Wow – I loved it.
Und was machen die crazy New Yorker – THEY DEFINITELY FREAKED OUT !!!
Langläufer im Central Park und in der Fifth Avenue, in den Nachrichten kam nichts anderes mehr als Blizzard, Blizzard und noch mal Blizzard. Aber das Beste war die Schlagzeile in der NY Times am nächsten Tag: „The big white Dig-out“ (also „Das große weiße Ausgraben“)
Und im Lokalfernsehen hier in NY1 kamen den ganzen Tag nach dem Wetterbericht „Schneeschaufel-Tips“ / Shovelling Tipps:
- Zum Schneeschaufeln warm anziehen !!
- Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen!!
- Am besten einen Snow-blower mieten !!
- Ausreichend Pausen einlegen !!
- Menschen mit Herzfehler sollen besser nicht schippen !!

HÄÄÄÄ ??? Habe ich das richtig verstanden. Gehe ich auf die nächsten Yeti-Trekking-Tour in den Himalaya, oder schaufele ich gerade mal die 10 qm vor meiner Garage frei ?? Aber offensichtlich ist die amerikanische Seele, so leichtgläubig, dass 77-jährige Herzkranke, die schon seit 4 Tagen nichts mehr getrunken haben, nur in Short bekleidet, 2 Stunden zum Schneeschippen losziehen. – Wahrscheinlich gibt´s hier so was wirklich.

Aber nach 2 Tagen war es mit der Schneeherrlichkeit wieder vorbei, 16 Grad über Null ließen den Schnee nicht lange überleben. Aber immerhin hatten wir nun 3 TAGE richtigen Winter hier in NYC.

Anbei auch ein kleines Fotos von Pjotr Brünkovitch auf dem Kreml (naja ok am Eingang vom Central Park).

That was really really cool, that´s winter state of mind.

2) Nationalstolz und Identifikation in den USA.


Als gut erzogener Deutscher meiner Generation, die Hitler und den Nationalsozialismus mitunter nur noch aus den Erzählungen unserer Eltern und Großeltern kennen, ist nach außen getragener Nationalstolz ein absolutes Fremdwort wenn nicht sogar ein Tabu-Thema.
Auf ein völlig konträres Verhalten muss man sich allerdings gefasst machen, wenn man mit der amerikanischen Seele konfrontiert wird, die vor nationalem Selbstbewusstsein nur so strotzt. Das merkt man ja ohnehin schnell, aber trotzdem treibt es mitunter recht sonderbare Blüten. Nun also zwei aktuelle Beispiele:

Beispiel 1: Vorletztes Wochenende, respektive der Freitag davor, wurde weltweit und NATÜRLICH auch in NYC der St. Patricks Day gefeiert. Für alle Freunde des guten irischen Guiness Bieres ist klar, an diesem Freitag heißt es, auf in die nächste irische Kneipe, weil da geht bestimmt der Punk ab.

Auch so in NYC ??? Schnick schnack – weit gefehlt !!!!

An diesem Tag besteht ganz New York nur noch aus Iren, so auch der Kommentar eines TV-Journalisten in der Nachrichtensendung an diesem Tag: „on this day every American wants to be Irish“.

Der St. Patrick’s Day ist eigentlich ursprünglich, der am 17. März begangene Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick. Er war der erste Missionar in Irland. Er ist ein Gesetzlicher Feiertag in der Republik Irland, in Nordirland, im Überseegebiet Montserrat sowie der kanadischen Provinz Neufundland. Der St. Patrick's Day wird weltweit von Iren, irischen Emigranten und zunehmend auch von Nicht-Iren gefeiert (AHAAAAA ich wusste doch dass da was faul war !!!). In Dublin und den meisten anderen irischen Städten machen große Paraden und vielfältige laute Aktivitäten den St. Patrick's Day zu einem bunten Volksfest. Die weltweit größten Paraden finden in Dublin, New York City, Boston, Manchester und Savannah statt; und selbst in der britischen Hauptstadt London finden jährlich eine Parade und ein Festival statt.

Und diese Parade (die übrigens die größte in NYC überhaupt ist) ging von 11.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr nachmittags und wurde live im TV übertragen. Über 300 Musikgruppen jedweder Couleur marschierten die ganze Fifth Avenue entlang und begeisterten über 250.000 Menschen, die die Straßenrände säumten. Unter anderem fanden sich da auch mehrere Dudelsack-Gruppen in Schottenröcken (seit wann haben sich die Iren Schottland einverleibt ???) und jede Feuerwehr- und Polizeistation der Stadt NYC marschiert mit einer eigenen Gruppe da mit. (Offensichtlich auch alles Iren ???). Besonders ausgiebig wurde auch diskutiert, dass im Jahre 2002, die St. Patrick´s Day Parade, die erste gemeinsame Zusammenkunft aller Feuerwehrleute, nach dem 11. September 2001 war, und zu Ehren der 343 an diesem Tag gefallenen tapferen Nationalhelden (irisch ???) seitdem die Feuerwehr auf dieser Parade 343 amerikanische Flaggen mit sich trägt.

Irgendwie sind die Amis da ja schon clever. Da wird einfach mirnixdirnix der ur-irische christliche Nationalfeiertag umgemodelt in einen Gedenkmarsch für die Opfer des 11. September – und alle finden das toll.

Und darüber hinaus ist der St. Patrick´s Day der einzige Tag im Jahr, wo (stillschweigend) geduldet wird, dass auf der Straße Alkohol getrunken wird, man überdurchschnittllich viel Besoffene auf den Straßen sieht usw. usw.

Fazit: Dudelsäcke – Schottenröcke – 11. September – Irland ? – Also mir kam das alles irgendwie spanisch vor !!!

Beispiel 2: Fernsehsport im Lande des Sports.
Dass die Amerikaner ein absolut sportfanatisches Völkchen sind, ist ja auch nix neues. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man im Time Warner Kabelpackage 15 Kanäle im Programm hat, die 24 h am Tag nur Sport bringen.
ABER: Wen wundert´s. Logischerweise nur amerikanischen: College Baseball, College Football, College Basketball usw. usw.

Ich mich aber richtig gefreut, als jetzt die Winterolympiade in Turin anstand. Da wird ja dann wohl auch Olympia rund um die Uhr zu sehen sein. Doch weit gefehlt !!!!

Live-Übertragungen gabs nur bei Sportarten mit amerikanischen Medaillenhoffungen und sonst nur abends kurze Tageszusammenfassungen. Aber am schönsten waren die Liveübertragungen (idR 2 Stunden lang) von Curling (früher hieß das mal Eisstockschiessen) und live gab es auch Eishockey satt. Das aber war´s. Mehr nicht !!!
Also blieb auch hier, wie so oft nur das Internet um mich auf dem Laufenden zu halten, was unsere Biathleten geschossen oder auch nicht geschossen hatten.

3) TV in the U.S.
Aber das Allerbeste beim amerikanischen Fernsehen ist ja ohnehin, dass man die Qual der Wahl zwischen mehreren Hundert Kanälen hat und die meisten Filme und Serien mindestens vier- bis sechsmal pro Woche wiederholt werden. Und man sich natürlich jederzeit mit den „top-aktuellen“ Serien, wie Dallas, Die Waltons, Meine kleine Farm oder auch der ersten Staffel von Sex and the City über Wasser halten kann.
Bei derart vielen, derart hoffnungslos uninteressanten Kanälen zur Auswahl guckt man am Ende eigentlich nichts mehr richtig. Doch eines ist erschreckend: Obwohl das Fernsehen, hier komplett schwachsinnig ist, obwohl man anfängt zu heulen und sich die Haare zu raufen und weiche Speisen auf den Bildschirm wirft, ist es gleichzeitig unwiderstehlich. Wie mir ein Freund erklärt hat, sieht man auch nicht fern, um zu sehen, was läuft, sondern um zu sehen, was außerdem sonst noch läuft. Und das sist auch das Einzge was man dem amerikanischen Fernsehen zu Gute halten muss, dass auch dauernd noch was anderes läuft. In der Hoffnung ein vernünftiges Programm zu finden, zappt man sich so durch 200 Kanäle durch, um danach festzustellen, dass man vergessen hat, was im ersten war, und fängt wieder von vorne an, in der lächerlich optimistischen Hoffnung, dass man diesmal noch was Fetziges findet.

Die einzige Alternative, die man dazu hat, heißt hier Netflix. Über Netflix kann man für eine Monatsgebühr von $ 14,99 soviele DVD´s im Monat ausleihen wie man will. Man bekommt sie per Post zugeschickt und hat immer 3 DVD´s gleichzeitig zuhause, was soviel heißt, wenn man einen Film gesehen hat, steckt man ihn in die Post und 2 Tage später kommt schon der neue Film aus der im Internet gepflegten „Ausleihliste“. Das ist irgendwie schon ganz nett – man muss nicht dauernd zur Videothek, sondern sucht sich im Internet seine Filme aus und bekommt sie nach Hause geschickt. Sowas ähnliches habe ich gesehen, bietet jetzt auch Amazon in Deutschland an: Amazon DVD-Verleih (einfach auf den Link klicken.

That is pretty cool, that´s New York´s TV state of mind.


4) Wanna be an Abersnobbie ???

Neben all den Luxusmarken, wie Cartier, Louis Vuiton, Prada oder D&G und den Nobel-Einkaufläden wie Tiffany und SAKS (dem Traum aller Frauen und gleichzeitg auch der Alptraum der Kreditkarten ihrer Männer) finden sich auch ganz andere Szenen hier in der Einkaufsmeile von NYC – der Fifth Avenue !!!

Der nackte Oberkörper des Jünglings ist mit Wachs behandelt, völlig haarlos. Er trägt eine Shorts im Military-Look, die in ständiger Gefahr scheint, noch weiter herabzurutschen und streicht sich cool und gelangweilt durch die blonden Haare. Über dem Bund lugt knapp unter dem Waschbrettbauch die Unterhose hervor. Sein Kumpel hat immerhin ein Polohemd übergezogen. Die nackten Füße der beiden stecken in Flipflops. Zwei 15-jährige Mädels kichern verlegen, als sie die beiden Schönlinge passieren. Das ist keine Strandszene aus dem letzten Sommer auf Long Island.

Der Adonis und sein Kollege bilden das Empfangskomitee für Kunden des neuen Flagship-Store von Abercrombie & Fitch, der nicht nur bei amerikanischen Teenagern und jungen Erwachsenen angesagtesten Modemarke. Selbst im Januar, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, senden die Türwächter des Ladens auf der New Yorker Luxusmeile 5th Avenue, gleich neben Prada und gegenüber von Tiffany’s, eine eindeutige Botschaft: Hier gibt’s die richtigen Klamotten für alle, die jung, schön, cool und sexy sind. Oder es sein wollen. Das Label Abercrombie & Fitch hat sich zu einer der erfolgreichsten Modemarken in den USA entwickelt. Auch unter deutschenTeenagern haben A&F-Klamotten bereits Kultstatus.

Was in den Siebzigern die Levi’s war, in den Achtzigern vielleicht Guess, das ist bei der heutigen Teenagergeneration A&F.

David Abercrombie gründete 1892 in Lower Manhattan einen kleinen Outdoor-Store mit allerlei Ausrüstung zum Campen, Fischen und für die Jagd. 1900 kaufte sich der Anwalt Ezra Fitch als Partner in die Firma ein, bereits 1909 gaben Abercrombie & Fitch ihren ersten Katalog mit 456 Seiten heraus. Bald hatten sie 50 000 Kunden in aller Welt und eröffneten 1913 ein großes Geschäft nahe der Fifth Avenue. Mit der Erweiterung ihres Sortiments auf Sportbekleidung stieg A&F schnell zum Lieblingsausstatter der Reichen auf, die in ihrer Freizeit auf Safari in Afrika, die Elchjagd in Kanada oder zum Hochseefischen in die Karibik fuhren. 1939 lautete der Slogan „The Greatest Sporting Goods Store in the World“. Noch bis in die Sechzigerjahre setzte sich die Erfolgsgeschichte fort, doch in den Siebzigern folgte der Absturz, der in einer Pleite 1977 seinen Tiefpunkt fand. 1988 kaufte der Bekleidungseinzelhändler The Limited die Überbleibsel, zu dieser Zeit 25 A&F-Läden, und heuerte 1992 Michael Jeffries als CEO an. Jeffries orientierte die Marke völlig neu: als Label für Teenager und College-Studenten aus guter Familie. So ließen sich selbst Promis wie Ex-Präsident Bill Clinton oder das Sport-Biz-Paar Victoria und David Beckham in die Läden locken. Die Folge: In nur drei Jahren brachte Jeffries den Laden wieder in die Gewinnzone, hat dabei einen Nerv getroffen, einenTrend gesetzt, eine Fangemeinde gefunden, die „Aber-Snobbies“.

Aber warum stehen vor dem Laden diese Modellathleten? Vorstandschef Jeffries erklärt die Idee: „Coole, gut aussehende Jungs ziehen coole, gut aussehende Mädels an, die wiederum ziehen coole, gutaussehende... alles klar?“ Wer auf der 5th Avenue an den beiden Jünglingen vorbei in den Laden geht, tritt in eine andere Welt. Die Pupillen weiten sich, denn in die vier Ebenen dringt kein natürliches Licht. In den Schaufenstern präsentiert A&F nicht etwa seine Kollektion den zahlreichen Passanten, sie sind mit Brettern verrammelt. Das ist schon ein wenig sonderbar – eine Riesen-Schaufensterfront – total mit Brettern verrammelt. Aber gut. Innen beleuchten zahlreiche kleine Deckenstrahler die Waren in den oft grellen Farben, die sich in Vitrinen, auf schweren Tischen und in Holzregalwänden präsentieren. Verwaschene und löchrige Jeans sind wie wertvolle Kunstwerke unter Glas ausgestellt, die teuerste für 198 Dollar. „Aber wir hatten auch einmal eine limitierte Designerkollektion für 400 Dollar das Stück“, sagt die langbeinige Schönheit hinter dem Tresen. Es riecht nach einem schweren Männerduft, jeden Tag wird der Laden mit Parfüm besprüht. Eine andere Verkäuferin in Leggings und Badelatschen singt zur dröhnenden Musik, während sie T-Shirts faltet. Sie muss wie in der Disco fast schreien,wenn sie umherstreifenden Kunden Hilfe anbietet. Zwischen zwei Regalen ragt ein gewaltiger Elchkopf in den Raum, in der Ecke gegenüber steht ein Schrank gefüllt mit alten Jagdwaffen. Ernest Hemingway hat sich mit einer Flinte von A&F erschossen. In der dritten Etage sitzt eine Mutter in einem der schweren Ledersessel und hält sich bei dem Radau die Ohren zu. Ihre völlig enthusiasmierte Tochter hat bereits mehrere Teile erbeutet und auf der Lehne abgeladen. „Schau Mami, wie cool“, quietscht sie, als sie mit einem grellgrünen Spaghettiträgertop um die Ecke stürmt.

Nicht alle Mütter spielen so verständnisvoll mit, wenn ihre Kids auf A&F-Klamotten stehen. Der zwischen 1997und 2003 herausgegebene Katalog „A&F Quarterly“ brachte die Konservativen in Amerika auf die Barrikaden. Saftige Interviews mit Pornostars, viel nackte Haut, Artikel und Bilderstrecken, die angeblich Alkoholkonsum, Gruppensex, Homosexualität und Oralsex verherrlichten – das war zu viel für das prüde Amerika. Dennoch trugen die „Aber-Snobbies“ – so der Spitzname für die A&F-Fraktion unter Teenagern – zum Entsetzen so mancher Eltern T-Shirts mit eindeutig zweideutigen Sprüchen: Mädels mit Brustaufschriften wie „Who needs a brain when you have these“. Oder Jungs mit „I have a Big One“. (Da fragt sich dann der „Normalo-Deutsche“: UND ??? und sofort dringt in meine Erinnerung der Besuch in dem Fitnessstudio von dem ich das letzte Mal berichtet habe)

Es folgten Boykottaufrufe von Frauenorganisationen, die aber lediglich zur Folge hatten, dass sich die A&F-Klamotten unter hormongetriebenen US-Teenagern nur noch größerer Beliebtheit erfreuten. Tun, was die Eltern verboten haben – das ist fast überall Teil des Rituals von 17-Jährigen. Heute sind die T-Shirt-Aufdrucke weniger aggressiv, aber schlüpfrig geblieben. „What happens in College stays in College“ heißt es auf aktueller Ware im Flagship-Store. Oder: „Maybe I’m not perfect, but parts of me are pretty awesome.“

Auch deutsche Prominente, die zwar altersmäßig längst der Zielgruppe entwachsen sind,wie Nationaltorwart Oliver Kahn oder der TV Total-Berufsjugendliche Stefan Raab, machen mit ihrer A&F-Garderobe Werbung für die US-Bekleidungsmarke. Dabei wird das Label nach Aussage aus der Konzernzentrale in New Albany, Ohio, frühestens Anfang 2007 mit eigenen Läden nach Deutschland kommen. Bis es so weit ist, wird A&F alle Hände voll zu tun haben, Fälscher etwa aus derTürkei und China davon abzuhalten, den Markt zu überschwemmen und so möglicherweise die Marke in Europa zu beschädigen, bevor man dort losgelegt hat. Denn warten werden deutsche Kids kaum. Sie wollen auch cool sein.

Und wer die Chance auf einen Einkaufstrip in NYC hat, der darf den Besuch bei A&F nicht auslassen, wie auch kürzlich einer unserer Besucher (der namentlich nicht genannt werden wollte). Unser Rat sich für Klamotten erst einmal im Kaufhaus Century 21 umzusehen, weil es dort alle möglichen Marken viel billiger gebe, schlug er nach kurzer Besichtigung in den Wind: „Das ist mir viel zu sehr Wühltisch und Chaos und überhaupt nicht cool mit dem Personal in den hässlichen lila Kitteln.“ Stattdessen tauchte er bepackt mit A&F-Taschen wieder auf. Und mit einem Leuchten in den Augen: „Die haben die schärfsten Verkäuferinnen, die ich je gesehen habe“, schwärmte er, „das muss dort Einstellungsbedingung sein.“

If you really wanna be cool, taste the Abersnobbie state of mind.


5) Und da bin ich doch schon beim 2. Nachtrag meines Tagebuchs: FITNESS-STUDIO (PART 2)


Wie schon das letzte Mal beschrieben, birgt ein Muckibuden-Besuch ja einige Hürden, die man zu nehmen hat um sich an den amerikanischen Way of Life anzupassen. Doch nach den Erlebnissen im New York Sports Club haben Julia und ich dann doch beschlossen, uns bei dem Nobel-Schuppen Equinox direkt bei uns um die Ecke (am Central Park) einzuschreiben. Nur kurz zu Erinnerung: Aufnahmegebühr (Initiation Fee) von 425,-$ und Monatsgebühr von 149,-$. Wobei ich mich schon gefragt habe, ob diese „Initiation Fee“ irgendetwas mit einem Initialisierungs-Ritual zu tun haben könnte und hier dem kleinen Peter irgendwie zu Leibe gerückt werden soll ???? Gut war es dann als es jetzt Mitte März eine Werbeaktion gab mit $ 0,- Initiation Fee (und ich werde wohl nie erfahren, wie das Einführungs-Ritual nun wirklich ausgesehen hat). Na jedenfalls jetzt konnte ich mich dann schon etwas freier bewegen, weil ich ja wusste was die Do´s und die Dont´s so sind. Gesagt –getan ! Ziehe mich also nach der körperlichen Ertüchtigung in der Umkleidekabine in dem engen Radius vor meinem Spind um (immer schön mit dem Rücken in den Raum) und schwupp habe ich auch schon das Handtuch vor meinen muckigestählten Unterleib geschwungen. UND ???? Yupp ! Keiner hat was gesehen, mein kleiner Peter blieb völlig unentdeckt. Uff !!!!

Auch hier gab es Einzelkabinen im Duschbereich, allerdings nicht mit beigefarbenen Plastikvorhängen wie im NY Sports Club – nein – hier gabs schöne Milchglastüren. Und auch hier: Vorsichtig umgesehen, wie so die allgemeine Beobachtungslage ist. Und dann !!! Jawoll !! Handtuch weg, an den Haken neben der Tür, schwupp rein in die Kabine, Tür zu. Yupp – auch diesmal keiner hat uns 2 beide gesehen.

Nächste Hürde die es zu nehmen galt. In der Duschkabine waren 3 Spender mit unterschiedlich neon-farbenen Flüssigkeiten – gut war nicht schwer zu erraten, was es war: Duschgel, Shampoo und Conditioner. ABER ??? Ohne Brille ich nix lesen können. Nachdem ich mich erst mit dem Conditioner eingeseift hatte, habe ich auch das irgendwie hingekriegt.

Nächster Step: Abtrocknen. Jaaaaaaa – um an mein Handtuch heranzukommen und mich dann - so wie alle Amerikaner auch - in der Enge der Duschkabine abzutrocknen, musste ich wieder raus um an den Haken zu kommen. Aber wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt. In einem unbemerkten Augenblick habe ich auch das gemeistert.

In den Waschraum, der den Duschraum vorgelagert ist, gab es dann auch Einwegrasierer (for free) und Schaum was ich ganz angenehm fand, den an einer Leine hängenden Deostick (FÜR ALLE !!!) habe ich dann allerdings nicht benutzt.

Also zurück in den Umkleidebereich zum Haare fönen. Und siehe da – ich hatte doch noch was übersehen. Um die Haare zu fönen, die ich nur leidlich in meiner engen Duschkabine abgetrocknet hatte, wollte ich eigentlich noch mal mit meinem Handtuch mir die Haare ein wenig trockener rubbeln. HAAAAAAAA ? Mein Handtuch war ja um meine Hüften geschwungen und dieses jetzt abnehmen und den Kopf rubbeln. Okayyyyyyyy ? ich habs mir kurz überlegt es tun, aber hab es dann doch vorgezogen noch mal quer durch den Raum zu marschieren um mir ein zweites Handtuch zum Kopfabrubbeln zu holen.

Wie Ihr seht gibt es immer wieder was zum Dazulernen, also:

Stay cool (und vor allem immer bedeckt), that´s new york state of mind.

6) Und wie immer zum Schluss – ein wenig New York Neidfaktor.
(Diesmal waren wir aber ganz brav, die letzten Wochen waren eigentlich ganz unspektakulär)

Das einzige Event des letzten Monats war das Konzert von Michael Bublé in der Radio City Hall, in die übrigens 6000 Leute passen. Für alle diejenigen, die mit dem Namen nix anfangen können. MB wird als der offizielle Nachfolger von Frank Sinatra gehandelt und dabei ist der gerade mal 26 Jahre alt. Hat allerdings eine unglaubliche Stimme und auch ein gigantisches Konzert hingelegt. Wer die Chance hat ihn auf seiner jetzt kommenden Deutschland-Tournee zu sehen und seine Musik mag, absolut empfehlenswert !!!
Woran man sich hier allerdings gewöhnen muss, und das gilt für Musical, Michael Bublé Konzert genauso wie für den Opernbesuch in der MET mit Anna Netrebko. Zusagen gibt es nicht !!! Werden auch vom Publikum nicht eingefordert. Was soviel heißt, Musik aus, Vorhang, kurzer Applaus – Licht an. Aus die Maus.
Das ist für den enthusiastisch applaudieren Deutschen immer wieder „very strange“.

But so it is. that´s new york state of mind.

Ihr Lieben, auch diesmal ist es wieder ganz schön viel geworden. Ich hoffe Ihr habt ein wenig Spaß am lesen und wie immer by the way wer mag kann sich auch gerne mal bei uns melden.

Bis Bald und auf einen schönen Frühlingsanfang
Euer New Yorker

Peter

Tuesday, February 07, 2006

Peter´s NYC Tagebuch
Issue 01/2006 vom 07-02-2006

Some News aus dem Land der Superlative


Hallo Ihr Lieben (und auch ein paar neue Tagebuch-Subscriber),

es wird mal wieder hoechste Zeit ein bisschen vom Leben aus dem Land der Superlative zu berichten. Wie ihr ja sicher alle wisst, gibt es hier ja nix was nicht gibt und das gilt insbesondere auch fuer N.Y.C.

Ich sitze gerade bei uns ums Eck in der Laundry (Waschsalon) und habe einen fazinierenden Ausblick auf 27 Waschtrommeln und 21 Trockner-Trommeln und habe mir gedacht ich fange jetzt mal mit meinem nächsten Tagebuch-Newsletter an ...

Aber zuerst mal sei ein kleiner Blick zurück gestattet. Xmas und Silvester habe ich ja in good old Germany verbracht - im wesentlichen auf der Autobahn zwischen Stuttgart und Nürnberg (insgesamt vier mal hin und her und das in nur 10 Tagen).
Insofern war es eher eine ganz schöne Action als Erholung. Und als ich dann im Flieger hierher zurück saß, tauchte eine sonderbare Frage auf. "Fliege ich jetzt hin oder fliege ich jetzt zurück". Ok, man mag jetzt denken, der olle Peter ist jetzt total durchgeknallt.
- Aber nach vier Monaten hier in NYC sah ich mich folgender Situation gegenüber: NYC ist noch nicht wirklich mein Zuhause - ABER: Nuerberg ist es auch nicht mehr. Bei Mama und Papa ist es zwar immer schön (!!!), aber irgendwie binich ja dann doch nur Gast. Aber von unseren deutschen Bekannten hier, kam einfach die lapidare Aussage: Gebt euch einfach mehr Zeit, das dauert ungefähr ein Jahr bis ihr euch heimisch fühlt. NA PRIIIIIIMA - das sind ja tolle Aussichten. Ein Jahr OHNE Heimat - völlig verwahrlost im Strom der Gewalten irgendwo zwischen big America und sweet little Germany.

Aber nun endlich zum heutigen Thema meines Tagebuchs: Land of the Superlatives.

Und ich fand hier eine Stelle in einer der letzten Ausgaben der ZEIT, die dies treffend beschreibt:"Halbwegs "normale" Völker wollen keineswegs als "ganz normal" bezeichnet werden, sondern als unverwechselbar, aussergewöhnlich, einzigartig, grossartig erscheinen - man muss nur an den französischen Mythos der grande nation oder an die amerikanische Selbsterhöhung as the greatest nation in history of mankind erinnern"Und um genau diese These (Hypothese ?!) zu bestätigen, habe ich ein paar Erlebnisse der letzten Wochen zusammengetragen:

1) Winter Wonderland in NYC - oder: The greatest and heaviest winter in history of mankind.

Ausser den vielen, vielen Glückwuenschen, die mich begleiteten als ich mich dann am 3.10. letzten Jahres hierher nach NYC aufmachte, waren auch einige Warnungen. Uhhhhhhhh, der Winter in NYC der ist wirklich hart, halber Meter Schnee, Minus 20 Grad und graessliche hautzerfetzende Winde.

Eyy Kollegen !!!!

Was iss nun !!!

Nix iss !!!

Wir schreiben heute den 7.Februar, und ausser einmal Anfang Dezember, wo es nachts NYC ueberzuckert hatte, und sage und schreibe bisher 4 Tage wo es unter Null Grad hatte, ist hier superprimagutes Wetter. Die Sonne lacht an ca. 5-6 Tagen die Woche, die Temperaturen liegen tagsueber zwischen 3 und 16 (!!) Grad.

Da bleibt mir nur sagen: Let's wait and see, if that´s the winter state of mind.

2) AAAAAABER - und das ist im Land der Superlative auch nicht anders zu erwarten - unsere Heizung, die wird naemlich mit Wasserdampf betrieben (Superlativ-Standard der spaeten 60er Jahre, heizt wie der Teufel und derhat es ja bekanntermassen gerne sehr heiss).
UND: sie ist nicht regelbar, ausser natuerlich ueber den manuell betriebenen Lueftungsmechanismus nach dem Prinzip: Fenster auf, Fenster zu ...

Ich habe es dann tatsaechlich einmal gewagt, den Teufel, aehhh unsere Heizung herauszufordern und habe es gewagt bis 2 Uhr nachmittags nicht zu lüften und so für die notwendige Regulierung zu sorgen. Und siehe da, es wurde wärmer und wärmer, und als ich nur noch spärlich bekleidet in Shorts und T-Shirt da saß und mir trotzdem noch gut warm war – da zeigte das Thermometer sage und schreibe 29 Grad an.
WOW – wenn ich so eine Heizung mal in meiner alten Wohnung gehabt hätte ...

Aber wie bei allen Superlativen (und auch bei Heizungen, die es bis auf 29 Grad schaffen) ist es, wenn man genauer hinschaut so eine Sache. Und leider auch mit unserer Heizung. Die hat nämlich die Angewohnheit, wenn mal wieder heizungsmäßig Gas gegeben wird, knallt der Luftdruck in den Heizungsrohren so, wie wenn der Kollege „Vietnam-Veteran“ mit seiner Pump-Gun neben dir einmal chic abdrückt. Und vorzugsweise passiert das nach der Nachtabschaltung das erste Mal so gegen 4.30 Uhr morgens. Da steht man dann das erste Mal senkrecht im Bett und dann im halb-Stunden Rhythmus bis so gegen 8 Uhr. – Besonders toll ist das dann am Wochenende, wenn man ausnahmsweise mal länger wie bis 4.30 Uhr schlafen möchte.

Da bleibt mir also nur sagen: Let's wait and hope for the summer state of mind

Oh – jetzt ist mein erster Trockner fertig, ich hatte heute Glück und hatte Trockner Nr. 4 und 5 (also ganz vorne in der Reihe) ... ich mach mal ne kurze Pause zum Wäsche zusammenlegen ....

So Wäsche ist fertig, bin jetzt auch wieder zuhause. Sorry für die Unterrechung.

3) Superlativ: Die Preise in NYC - Sportclub (Part 1)
Ein weiterer Superlativ sind hier ja die Preise und das für alles und jeden. Wie ja schon in meinem ersten tagebuch beschrieben, hatten Julia und ich uns aufgemacht hier einem der Fitnessclubs anzuschließen. Und weil uns der, der uns am besten gefallen hatte: Equinox (gleich bei uns um die Ecke) am Central Park mit einer Aufnahmegebühr von 425,-$ und einer Monatsgebühr von 149,-$ doch ein wenig abgeschreckt hat, haben wir halt ein wenig weitergesucht.
Und sind fündig geworden beim NYSC (New York Sports Club, der hier allein in Manhatten auch 20 Studios hat) und machten dann auch ein Probetraining bzw. eine Free Week in dem Club am Broadway im Crown Plaza Hotel im 19. Stock mit Blick auf den Times Square (!!!)
Bei unserem Probetraining gab es jedoch einiges Bemerkenswerte zu erleben. Von der Vielzahl der Geräte waren bestimmt über 80 % ausschließlich zur Stärkung der Brust-und Bi-und Trizepsmuskulatur bestimmt. Nach Geräten für Bauch- und Rückenmuskulatur musste man regelrecht suchen. Und siehe da, ganz hinten in der Ecke (hinter den Laufbändern) fand sich tatsächliche eine einzige Maschine für den Rücken – die war dann allerdings kaputt.
Unter dem Blicken des vorwiegend männlichen (und meist auch „gay“) Publikums, haben wir trotzdem uns beüht ein ausgewogenes Trainingsprogramm zu absolvieren.

Und danach gings wie üblich unter die Dusche. Allerdings wunderte ich mich schon ein wenig als ich mich im Umkleideraum auszog, das die beiden anderen Jungs fast in ihre Spinds hineingekrochen sind. Ich hab mir da allerdinsg noch nix gedacht und mir noch ganz sportlich mein Duschtuch über die Schulter geschmissen und bin mit meinem „kleinen Peter“ locker schwingend in den Duschraum marschiert. Die Blicke, die die beiden Jungs mir nachwarfen blieben indes nicht unbemerkt. Im Duschraum blieb ich dann verdutzt stehen – keine Gemeinschaftsduschen, wie ich vielleicht erwartet hätte, sondern lauter einzelne Duschkabinen mit Vorhängen zum Zuziehen. Na gut – dann dusche ich eben in meiner eigenen kleinen Intimsphäre. Gesagt – getan. Als ich aus der Dusche rauskam und mich dann im Duschvorraum ausgiebigst abtrocknete, kam ein anderer Kollege aus seiner Duschkabine raus. – Bereits abgetrocknet (!!!) und mit dem Duschtuch adrett um die Hüfte geschwungen. Und wieder dieser Blick. Ahhaaaaaa. Da schwante mir langsam, was hier los war. Wir beiden Peters haben doch tatsächlich gegen das moralische Empfinden der verklemmten New Yorker-Großstadtjungs verstoßen, hier so ungestüm, wie der liebe Gott uns schuf, herumzuspazieren.
Ein bisschen verschämt habe ich mir dann auch schön brav mein Duschtuch um die Hüfte gebunden und bin wieder in den Umkleideraum zurück. Und auch hier war zu bemerken – die Zeitspanne zwischen dem Ablegen des Duschtuchs und dem Überstreifen der Underwear ist – laut amerikanischen Sportsclub-Moralkodex – so kurz wie möglich zu gestalten und im Idealfall so, dass keiner der Anwesenden unter keinen Umständen ja einen Blick auf meinen kleinen Peter erhaschen könnte. Das heißt also im Klartext. So eng wie möglich vor den eigenen offenen Spind (die Spindtüre schirmt ja schon einmal mögliche Blicke von einer Seite ab), die Unterhose griffbereit legen, Körperposition mit dem Poppers in den Raum, dann schnell Handtuch fallen lassen, die in der richtigen Anziehrichtung bereit gelegte Unterhose greifen, im Idealfall (also erst nach mehrmaligem Üben zuhause) beidbeinig in die Unterhose hüpfen, hochziehen, fertig. Uffff - das wäre geschafft. Aber irgendwie war ich dann doch etwas unentspannt... Na ja ich bin auch nur ein spießiger Deutscher

But that´s cool, that´s the New York state of mind.

4) Essen in NYC
Superlativisch sind hier natürlich auch die Möglichkeiten sich mit Essen oder auch Junk Food zu versorgen. Alles was das Herz begehrt, gibt es in New York. Es hat nur einen Haken – man muss es erst mal finden.
Aber wonach es einem auch gelüstet, greek, asian, thai, chinese, cuban, mexican, italian, german – ALLES gibt es hier. In eines der deutschen Lokale, wie das LEDERHOSEN oder ZUM SCHNEIDER (bavarian indoor beergarden), zum Schnitzel oder Sauerbarten essen, haben wir es allerdings noch nicht geschafft. Doch wie muss man sich das mit dem essen hier eigentlich vorstellen...

Wenn man in Deutschland mal um die Ecke zu seinem Stamm-Italiener oder Stamm-Griechen geht, kann man sich versichert sein, dass in der Küche la mamma die Pasta zubereitet und Dimitri der Kellner auch wirklich aus Athen kommt. Wenn man mit dieser Annahme in NYC um die Ecke schnell ausländisch essen geht, ist das schon der erste Fehler. Die einzigen authentischen Einwanderer, die tatsächlich auch in der Küche stehen, sind die Asiaten und die Latinos. Beim Chinesen, beim Cubaner oder Mexikaner bekommt man tatsächlich das Essen, das man geschmacksmäßig eben dort erwarten möchte. Wenn man allerdings z.B. beim Franzosen (um die Ecke „Le Biarritz“) ein Gericht bekommt, das irgendwie nach Ingwer schmeckt und man beim Blick in die Küche den schlitzäugigen Küchenchef sieht, kommt man sich schon ein wenig verarscht vor (Oooops – Tschuldigung).
Um dem allgegenwärtigen Burger, Pommes, American Pizza Wahnsinn ab und zu zuentfliehen, hatten Julia und ich uns letzten Freitag kurzerhand entschlossen erstmalig den „hochgelobten“ Griechen ums Eck zu probieren - das Molybos.

- Und gleich auf der ersten Seite der Speisekarte fand sich, für den allzeit interessierten und hochgebildeten Amerikaner, fand sich die richtige Einstimmung des Besitzers John Stavounopoulos, der nämlich gebürtig aus dem Örtchen Molybos auf der schönen Insel Lesbos stammt und es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, griechische Lebensart und natürlich vor allem das Essen nach New York zu bringen.
Wow – das klingt ja vielversprechend.

Der nächste "Superlativ" galt dem vielfältigen Angebot der reichhaligen Speisekarte. Vom „pan-roasted sirloin-steak“, über Burger mit Pommes und diversen anderen typischen griechischen Köstlichkeiten, die der Amerikaner so zum Überleben braucht, fanden sich sage und schreibe, eine Vorspeise und vier Hauptspeisen, die zumindest dem Namen nach echt greek erschienen. Spontan entschieden Julia und ich uns dann dafür, uns die (eine) griechische Vorspeise zu teilen - den mixed Vorspeisenteller der aus Taramosalata, Tsatsiki, und Melizanosalata bestand. Und der war in der Tat sehr lecker.
Unser Kellner, vom Typ mexikanischer Dimitri, sah so aus, wie wenn er Griechenland wohl als eine Insel der U.S. Virgin Islands angeben würde, versorget uns noch mit zwei Gläsern Weißwein aus Kephalonia (jaja Dieter, lang lang ist´s her). Auch der war wirklich so herrvorragend, dass wir zur Hauptspeise noch zwei Gläser zu uns nahmen. Die Hauptspeisen – Julia hatte (fünf) Dolmades (allerdings im Krautblättern eingewickelt, anstatt in Weinblättern) und ich Moussaka, das nach allem möglichen schmeckte, nur nicht nach griechischem Moussaka. (na ja vielleicht war es ja auch New York style Moussaka).
Um den kulinarischen Hochgenuss abzurunden, teilten wir uns noch eine Portion Baklava, und hinterher wieder zwei Ouzo.
Fazit: die importierten Getränke, die man ja nur aufmachen musste, also den kephalonischen Wein und den Ouzo waren hervorragend, die Vorspeisen auch ganz passabel und die Hauptspeisen zumindest magenfüllend.
Summasummarum hatten wir also:
- eine Vorspeise
- Dolmades und Moussaka als Hauptspeisen
- 4 Gläser Wein
- 2 Gläser Ouzo
- eine Portion Baklava

Und hinterher 150,- $ weniger in unserem Geldbeutel. Also so viel habe ich beim Griechen (und ich bin ja fast ein halber Grieche, wie ihr alle wisst) jedenfalls für 2 Personen noch nie bezahlt. Wenn das mal kein Superlativ isst.

Also: That´s superlative, that´s the greek-new york state of mind.

5) Und zu guter Letzt – und das darf natürlich auch diesmal nicht fehlen - der New York Neidfaktor.

- MONTAG, 30. Januar: (das war Julias Weihnachtsgeschenk an mich) – Die Zauberflöte von Mozart in der Metroplitan Opera (MET) von New York (ach ja, die is übrigens nur 5 Blocks Fußweg von uns entfernt :-))))
Das Bühnenbild, war das erste moderne Bühnenbild üerhaupt, das aber granatenmäßig gut war, der Männerchor unglaublich und die Solisten – spektakulär, spektakulär.
- MITTWOCH, 1. Februar: (und das war mein Weihnachtsgeschenk an Julia – wir hatten uns nicht abgesprochen, gelle) RIGOLETTO von Verdi an der MET mit Anna Netrebko und Rolando Villázon (dem kommenden Tenor-Star) in den Hauptrollen und Placido Domingo am Dirigentenpult. Ich kann nur sagen: Spektakulär. Spektakulär. Jetzt also neid neid neid neid neid neid neid neid.
- SONNTAG, 5. Februar: BLUE MAN GROUP – das Mulitmedienspektakel der blauen Männer, in dem Theater in dem die Blue Man Gruop seit der Premiere 1991 (!) 10 Vorstellungen pro Woche zum besten gibt. Hierzu habe ich euch ein paar Bilder beigefügt, wie es da aussah. Wir saßen ungefähr in der Mitte, aber ganz aussen. Überall hingen diese Platikrohre als Dekoration an den Wänden die die Burschen auch benutzen, um darauf zu trommeln (siehe Bilder). Kurz vor der Vorstellung, fängt das eine Rohr-Ende direkt neben Julias Kopf zu sprechen an: „Hello, is there anybody?“. Kurzum nachdem Julia mir das Rohr von den Mund drückte, stellte sich heraus, dass der Kollege Jim (so hieß er und saß hinter Bühne) sich mit mir Bavarian nett unterhielt und auch so laut war, dass die um uns Sitzenden very amused waren. Und als Jim – das Rohr – mich auffordert GO BLUE MEN zu rufen. Und mich immer weiter ermunterte noch lauter und noch lauter dies zu tun. Bis er meinte, er könne das besser und ich solle doch vorsichtshalber das Rohr mal nicht so nahe ans Ohr halten. Jedenfalls brüllte er dann, so laut konnte durch das Rohr GO BLUE MEN, das unser ganzer Block verwundert in unsere Richtung blickte. - Nach 90 Minuten (ohne Pause) bleibt so sagen, nett und absolut sehenswert, aber einmal langt.

Tja ja und zu guter Letzt – GESTERN
- MONTAG, 6. Februar: Weltpremiere des neuen Steve Martin Films „Pink Panther“ mit anschließender Premierenfeier.
Und da der smart (also Julia´s Ex-Arbeitgeber) das Geschäftsauto des Inspector Clouseau (alias Steve Martin) ist, waren wir, Julia und ich, und noch 4 Kollegen von Julia hier aus New York mittendrin. Und um sich so was auch ja nicht entgehen zu lassen, war ich mit unserer kleinen Digicam bewaffnet. Und schmiss mich mitten ins Journalistengetümmel als, Steve Martin und Jean Reno mit dem smart am roten Teppich, dem catwalk vorfuhren. Und obwohl ich mir schwere Rüffel sowohl von der Security also auch von der NYPD (New York Police Department) einhandelte, habe ich ein paar nette Snap-shots machen können. Und wenn ihr ein wenig die Boulevardpresse der nächsten Woche lest, und da ein Bild von Steve Martin und Jean Reno, vor dem roten smart zu sehen ist, dann schaut einfach mal, ob ihr da im Hintergrund nicht mich irgendwo rumspringen seht. Natürlich dabei war auch die Destinys Child Sängerin Beyoncé Knowles und unter den Gästen u.a. auch Ben Stiller (den habe ich leider nicht live gesehen ...)

Der Film war durchaus sehenswert, habe gut gelacht, insbesondere über Steve Martin der englisch mit französischem Akzent spricht (echt klasse). Und die Hauptdarsteller saßen auch einfach mitten im Publikum. Was ich ein wenig sonderbar fand, war, dass es keine Ansprache gabe, weder vor noch nach dem Film. Na gut, so sind sie halt die Amis. Und die Location wo danach die Premierenfeier stattfand, war der absolute Hammer. Ein altes Bankgebäude, ein Atrium so groß wie Grand Central Station und jede Menge lecker essen und trinken. Allerdings (und ich glaube das ist fast bei jeder Premiere so) waren nur B- und C-Promis da. Eingeladen waren Julias Chef und Sie – hingegangen ist Julia und hat noch fünf Kollegen mitgebracht. Und so läuft das wahrscheinlich mit den meisten die auf so einer Feier sind ...
Ein Erlebnis war es allemal (zum BEWEIS, dass der gute Peter auch nicht schwindelt) ein paar Fotos anbei u.a. da wo Steve Martin den smart signiert (nach dem Foto bin ich nur knapp der drohenden Gewalt der Security entronnen, weil ich verdammt nahe dran war).

Und wer noch ein bisschen mehr sehen möchte:
http://www.blick.ch/showbiz/artikel31911 (da gibt’s noch ein paar Premieren-Bilder)
www.smart.com/pinkpanther
http://www.sonypictures.com/movies/thepinkpanther/

Also be impressed; That´s absolutely cool, that´s new york state of mind.

Ihr Lieben, genug für heute. Ich hoffe ihr hattet mal wieder Spaß am Lesen. Und by the way hier meine neue Handynummer: +1-646-202-3458.
Und wer möchte kann sich mal auch hier am Festnetz bei uns melden: +1-212-247-1721 (und mit ner Vorwahlnummer wie z.B. 01070 kostet´s auch nur ca. 3ct die Minute)


Bis Bald
Euer Neu-New-Yorker

Peter

Sunday, December 04, 2005

Peter´s NYC Tagebuch
Issue 02/2005 vom 04-12-2005

Life and live in New York City (NYC)
Hallo Ihr Lieben, wie schnell doch die Zeit verrinnt – es ist schon fast sechs Wochen her, als ich Euch mit meinem ersten Tagebuch-Newsletter beglückt habe. Also höchste Eisenbahn für die zweite Ausgabe; denn es ist wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, jede Menge passiert, was absolut erzählenswert ist. Deshalb das heutige Tagebuch unter dem Motto:
Life and live in New York City (NYC) and somewhere around in the US.
1) Urlaubs-Stress
Tja als gestresster Neu-New Yorker (und natürlich weil meine Julia ohne Urlaub hier in New York gleich in ihren Job gestartet ist) war Anfang November der erste Urlaub hier in the U.S. angesagt. Und wo fährt man da so als Neu-Yuppie hin. Ganz klar, da kann´s nur ganz dekadent in die Karibik gehen. Unser Ziel: St. Croix auf den U.S.V.I. (aha schon wieder diese Acronyms !!) – ok. auf die United States Virgin Islands. Wo das liegt ??? Na klar, also einfach den guten alten Diercke Schulatlas rausholen und dann liegt neben der Dom. Rep. das schöne Puerto Rico. Und von da aus einfach 3cm nach rechts und 1,8 cm nach unten und schon seid ihr mitten im Paradies auf St. Croix (das die Amis 1912 von den Dänen abgekauft haben). Bleibt die Frage wie spricht der gemeine Amerikaner diesen offensichtlich französischen Namen St. Croix (also: ) denn aus. Oder macht er es wie Latinos, die ja in der Karibik auch viel vetreten sind und macht daraus einfach Santa Cruz. Weit gefehlt - in dreckigem amerikanischem Slang heißt es Säääääään Kroy.

Um dorthin zu kommen wird man wie so oft mit der amerikanischen Unstrukturiertheit konfrontiert. Beim Einchecken um 5 Uhr morgens, erklärt uns doch die nette Pre-Check-in-Warteschlangen-Einweiserin, dass wir für unseren Flug nach Miami hier anstellen können. Hä Miami, was bitte ??? „Ey Kolleche, wir nix Miami, wir wolle nach Säääääään Kroy, verstehe ???“ Und siehe da in all unseren Reiseunterlagen hatten wir einen Stopover in Puerto Rico – nix mit Miami. Fakt aber war, wir flogen mit zwei Stopovern über Miami und Puerto Rico nach St. Croix. ABER !!! Es hat sich gelohnt. Denn die Insel ist das Paradies. 365 Tage zwischen 28 und 30 Grad, allerings auch jeden Tag Regen, aber meist nur so 5-10 Minuten Schauer und dann scheint auch schon wieder die Sonne. In unserem Resort (das zwar seine besten Zeiten schon hinter sich hatte) hatten wir einen Bungalow direkt am Strand, mit Terrasse und Meerblick, so dass man mit Meeresrauschen einschlafen konnte. Der Strand (ein Privatstrand nur für die Anlage (siehe Bilder) war ca. 500 m lang und meistens waren so zwischen 10 und 20 Leutchen da – also fast wirklich ein richtiger Privatstrand !!! Und Besuch gab es höchstens von Pelikanen oder Weißkopfseeadlern.

Ok ok und jetzt bitte wieder ein bisschen neidneidneidneid ... :-)
Und die hier vorherrschende Ruhe und Beschaulichkeit, mit der man auf dieser Insel konfrontiert wird, ist wirklich erstaunlich. In Lokal wenn man der Bedienung winkt, kann es schon vorkommen, dass sie einfach freundlich zurückwinkt ohne aber an den Tisch zu kommen. Oder aber der 21-jährige Alfredo – ein typischer Carribean mit einer Rastamähne, die er allerdings unter einen riesigen turbanähnlichen Haube versteckte – der als Resort-Chauffeur uns zum nahegelegenen Golfplatz shuttelte. Der erzählte uns doch glatt, dass er für nächstes Jahr plane auf die andere U.S.V.I.-Insel St. Thomas zu fahren. UND ??? dass es das erste Mal ist, dass er seit seiner Geburt vor 21 Jahren St. Croix verlassen werde. Wow – 21 Jahre im Paradies und was sonst so auf der Welt passiert geht denen hier am Popo vorbei. Noch zu erwähnen ist das Nationalgetränk von St. Croix: auf der Insel hergestellter Cruzan Rum, den man dann meist in Cocktailform auch reichlich zu sich nimmt. Offensichtlich gibt es aber noch keine Langzeitstudie über die Nebenwirkungen ... Als sich noch am vierten Morgen beim Frühstücksbuffet unsere Bedienung (wie auch schon die drei Tage zuvor) wieder vorstellte: „Good Morning, welcome to St. Croix, my name is Rebecca and I wish you a nice vacation!“ – da fragt man sich dann doch, ob man den vierten Cocktail an diesem Abend besser weglassen sollte.

Da kann man nur sagen: That was cool, that´s Cruzan state of mind.

2) Halloween (oder amerikanischer Gigantismus)
Zurück in NYC wird man dann gleich wieder mit dem amerikanischen Gigantismus konfrontiert. Alles hier ist the largest, the most famous, the greatest und so weiter, und so weiter. So auch die greatest Halloween Parade in the World. Okay haben wir uns da gedacht, da müssen wir hin. Lauter gruselige ausgehöhlte Kürbisse die von Greenwich Village bis zum Times Square marschieren. Und es war auch tarsächlich die halbe Stadt unterwegs, aber irgendwie haben wir dann doch noch einen kleinen Spot erwischt, wo wir wenigstens ein bisschen sehen konnten. Und nachdem wir da so eine Stunde wareteten, obwohl es schon längst hätte losgehen sollen, stieg die Spannung ins Unermessliche. Es ging los !!! UND???? Hinter dem Opening Act – einem Schwung hochstelzigen Skeletten kamen in ungordneter und loser Reihenfolge ein Sammelsurium mehr oder weniger gut verkleideter New Yorker, die den Skeletten hinterhermarschierten. Nach gut vierzig Minuten Hoffen, dass es ja dann irgendwann mal so richitg losgehen würde, gaben wir auf, sind nach Hause und haben uns den Rest im TV reingezogen. Und es kam tatsächlich nix mehr nach. Fazit: Jeder Faschingszug in Nürnberg (auch wenn ich die letzten 10 Jahre keinen mehr gesehen habe) schlägt die wolrd-famous Halloween Parade in NYC um Längen. Aber immmerhin. World-Famous.

Well, That must be cool, that´s New York state of mind.

3) Pets
Ein ganz wichtiges Thema hier in NYC – in der Stadt der Wolkenkratzer, kleiner und teuerer Einzimmer-Appartments – ist das Thema PETS, also genauer gesagt Hunde. Und irgendwie weiß ich jetzt auch was der deutsche Begriff Hundeleben bedeutet. Life in NYC ist für einen Hund eine echt schwierige Sache. WARUM ? Logisch, versetzt euch einfach mal in einen so kleinen Vierbeiner hinein. Der erste Punkt ist zweifellos der schlimmste – als Hund ist man hier absolut unerwünscht. An vielen der größeren Appartmenthäuser hängen Schilder „No PETS allowed“, in den Mietverträgen steht auch „No PETS allowed“, aber trotzdem spaziert so mancher Hund mit hochaufgestzter Schnauze an den Portiers der noblen Appartmenthäuser vorbei in sein Appartment. Was soviel heißt - eigentlich ist man unerwünscht wenn nicht sogar illegaler Hausbesetzer, aber irgendwie wird man ja dann doch geduldet. Ausgehen für mich als Vierbeiner ist auch eine vertrackte Sache, man wird immer an der kurzen Leine gehalten und steht immer unter Aufsicht. Und was ich besonders unangenehm empfinde ist, wenn man mal sein Gschäftle verrichten muss und einen netten Haufen an einen Baum setzen muss – selbst da wird man beobachtet und dann wird mein „Geschäftchen“ in ein Plastiktütchen verpackt und landet im nächsten Mülleimer – irgendwie kommt man da sich ein wenig schäbig vor. Aber alle Hundebesitzer machen das so und die Menschen finden es hier offensichtlich gut, nirgends einen Hundehaufen zu sehen. Komisch, oder ? Tja und so richtig mal auslaufen ist auch nur am Wochenende drin und da geht es dann zu extra „dogs allowed“ eingezäunten Gehegen und da sind dann auch bestimmt 40 – 50 meiner Kollegen da und dort dürfen wir dann so eine Stunde mal richtig durch die Gegend flitzen. Immerhin, immerhin.
Aber ich habe ja noch so Kollegen, die sind so richtig hart drauf (oder sinds vielleicht auch deren Frauchen ?). So langsam zieht ja hier auch der kalte Winterwind durch die Manhattaner Häuserschluchten und da kanns einer kleinen Pudel-Rehpinscher-Mischung wie mir schon mal so richtig kalt werden. ALLLLLSO ?! Warm anziehen ist die Devise. Hier gibt es ja Gottseidank auch Hunde-Bekleidungsläden und ganz “chic” diesen Winter ist schwarzer Strick incl. Beinchen – also bis auf meinen Kopf und meine vier Pfötchen ist alles in schwarzen Strick verpackt. Und wer auf Streit mit Kollegen aus ist, kann sich auch nen schwarzen Steppanzug mit Kaputze und aufgenähtem Totenkopf zulegen (was bei winzigen weißen Pudelchen besonders gefährllich aussieht). Insbesondere wenn die meisten meiner Kollegen bei Streit nicht nur den Schwanz einziehen, sondern noch viel schlimmer einfach in der Handtasche des Frauchens verschwinden. Aber vielleicht liegt ja auch an der schlechten Luft hier, dass viele meiner Kollegen nur auf Handtaschengröße heranwachsen.

Well: That´s dog life, that´s New York state of mind.

4) Xmas und aehnliches in NYC !!!
Auch ein ganz spannendes Thema, denn Xmas ist hier irgendwie nur second best. Viel wichtiger ist hier der letzte Donnerstag im November (und die drei Tage danach) – da wird hier das wichtigste Fest der Amerikaner gefeiert – THANKSGIVING (frei übersetzt mit exzessiver Truthahn-Massenvernichtungs-Fresserei). Warum ist Thanksgiving wichtiger als Xmas ?? Ganz einfach. Es ist das einzige Fest, das alle Amerikaner jedweder Konfession feiern, während Xmas ja ein christliches Fest ist, das z.B. die Juden nicht feiern. Und es war das erste Mal, das diese Stadt hier ruhig war, fast keine Autos, kein Lärm, sozusagen fast „himmlische Ruhe“. Was ja bekannt ist, dass hier die Turkeys verspeist werden, mir war aber der historische Hintergrund bisher nicht bewusst. Die Geschichte von Thanksgiving, dem amerikanischen Ernte-Dank-Fest, ist genauso alt wie das „neue“ Amerika selbst. Im Jahr 1620 kamen die ersten Europäer mit der Mayflower direkt aus Plymouth nach Amerika. Ein Jahr später, also 1621, fand nach einem harten Winter, den die Siedler aus Plymouth ohne die Hilfe der Wampanoag-Indianer nicht überlebt hätten, ein gemeinsames Erntefest der Indianer (die die Turkeys beisteuerten) und der europäischen Pilgerfahrer statt. In Erinnerung an dieses historische Zusammentreffen und als Dank für »Gottes Gaben« wird Thanksgiving seitdem jedes Jahr gefeiert.
Aha, aha, so war das also – soweit der Kulturelle Beitrag für heute :-)

Und mit Thanksgiving genauer gesagt dem Samstag des Thanksgiving-Wochenendes beginnt hier auch die Vorweihnachtszeit. Gemerkt haben wir das dadurch dass unser Radiosender Lite FM, ab diesem Tag 24 nonstop nur noch Weihnachtsmusik spielt !!!! Ja ihr lest richtig über einen ganzen Monat lang Tag und Nacht nur Weihnachstsmusik – Ich bin jetzt schon ein richtiger Meistersinger von New York und trällere fröhlich (und selbstverständlich mittlerweile auch auswendig) von Feliz Navidad bis Winter Wonderland alles fleißig mit.
Und letzte Woche wurden auch die Tree Lightings celebriert. Und davon gibt es zwei: Eine kleine Version auf dem Vorplatz der Metropolitan Opera (Met) und natürlich der berühmte Riesen-Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center. Ich war selbst mit meinen Eltern, die ihren Sohnemann mal wieder live sehen wollten, bei der kleineren Version vor der Met mit dabei. Neben ein paar kleinen aber feinen musikalischen Aufführungen, wie dem Met Kinderchor, einem Balletauszug aus dem Nussknacker u.a. wurde dann schließlich der Baum illuminiert und ihr ratet im Leben nicht von wem. Eine der herausragensten amerikanischen Persönlichkeiten (die auch einen ganz besonderen Bezug zu Weihnachten hat) ist extra dazu angereist. Und wer war das wohl? Genau ! Mickey Mouse – kein Witz. Jeden weiteren Kommentar spare ich mir hier.
Wenn man allerdings am Abend durch die weihnachtlich beleuchtete Fifth Avenue schlendert und die unglaublichen Weihnachtsdekorationen der New Yorker Schaufenster bewundert, muss man sich doch mal wieder an die Nase fassen um zu realisieren, dass man tatsächlich da ist und nicht träumt (ein paar Schaufenster-Dekos liegen als Anhang bei)


Und wie bestellt hat es heute Nacht auch zum ersten Mal geschneit und es liegen so ca. 4 cm Schnee. Jetzt beginnt wohl der berüchtigte kalte New Yorker Winter.

Es bleibt mir nur zu sagen: That´s Xmas in New York, that´s New York state of mind.

Ihr Lieben, das wars für heute. Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Adventszeit, geruhsame Feiertage, lass euch von Eueren Lieben schön beschenken und fasst Euch doch selbst mal an die Nase und seht euch die wunderschönen Dinge an, die es überall zu sehen gibt.
Happy holidays and merry Xmas everyone.

Bis Bald
Euer Neu-New-Yorker
Peter

Wednesday, October 26, 2005

Peter´s NYC Tagebuch
Issue 01/2005 vom 26-10-2005


Getting started in New York City (NYC)

Hallo Ihr Lieben, habe mich entschlossen - auf mehrfache drängelnde Nachfrage (ha - und natürlich auch um nicht immer wieder in Emails dasgleiche schreiben zumüssen) mich hier in regelmäßigen Abständen an einen kleinen aber feinen Email-Verteiler zu melden und ein wenig zu berichten, what´s all happening across the atlantic ... Therefore, here it is - the first isssue of my Tagebuch: Getting started inNYC

1) Acronyms (Part 1)
Und da geht es auch schon so richitg los: Acronyms !!! Ja Ihr lest richtig, den Abkürzungswahnsinn gibt es nicht nur bei Siemens sondern NATÜRLICH auch in der amerikanischen Sprache. Mit so einfachen Sachen wie NYC oder auch FYI geht es ja noch - die kennt man ja sogar auch inDeutschland. Wenn man aber mit TGIF konfontiert wird - kann man nur sagen:Hä !!!!!!! - Thank God it´s Friday (woher soll man das denn bitte nunwissen) und dann stellt sich gleich auch die Frage wieso gibt es dann nichtauch ONIM - Oh no it´s Monday oder vielelicht auch WRCTIW - who really caresthat it´s Wednesday. Na ja ich kann nur sagen, you get used to it. Auch wennich es immer noch ungewöhnlich empfinde, meinen Burger als BLT ASAP zubestellen (Bacon, Lettuce, Tomato as soon as possible) also pronto eben.Da kann man nur sagen: Stay cool, that´s New York state of mind.

2) Einkaufen in Big Apple
Ähnliches erlebt man auch im Supermarkt. In unseren "Haus"Supermarkt -D´Agostino - direkt neben unserem Haus kann man schnell hinunterhüpfen undsich holen was man zum Daily Life so braucht. Bis man dann zur KASSE kommt... und dann nimmt das Unglück seinen Lauf. "Doya hava dacar" - Zuerstdachte ich die Kassiererin sei Latina, aber als ich völlig verstörrt anmeinen Dollarscheinen herumgenestelt hatte, hatte ich hier wohl schonunbewußt die Antwort gegeben und es ging im mir aus good old Germanybekannten Kassierprozess weiter. Die Erleuchtung kam zwei Tage später alsich wieder da, und die Kassiererin (und diesmal war es eine Schwarze alsoeindeutig KEINE Latina) mich dasselbe wieder fragte und ich (nach zweischlaflosen Nächsten, was zur Hölle denn "Doya hava dacar" bedeuten kann)die hinter diesem Wortungetüm liegende Nachricht doch verstand: "Do you havea DAG-Card?" - Ahhhhhha - die wollte also nur diese etwas zu klein geratenePlastikkarte von D´Agostino (kurz DAG), die es fast in jedem Laden hiergibt, mit der man Punkte sammeln kann, wenn man vor dem Kassierprozessseinen Account abscannen lässt. Auch hier gilt: Stay cool, that´s New York state of mind. P.S.Einfacher, deutlich einfacher ist es allerdings online zu shoppen undzwar nicht bei Amazon sondern im Online-Supermarkt bei freshdirect.com. Dagibts einfach alles, auch einzelne Bananen, Tomaten und natürlich auch meinNUTELLA. Und ! Die liefern allles sogar nach Hause - was bei einem Einkaufmit je 12 Cola- und Wasserflaschen doch ganz chic ist. Einfach anclicken,wann die Lieferung kommen soll (und dann natürlich auch zuhause sein) undalles wird in die Wohnung geschleppt. Perfekt !

3) Apropos Kundenkarte.
Die gibt es wie schon gesagt für wirklich alles.NYC-Card, Golfclubs NY, Pharmacy, D´Agostino und neuerdings haben wir auchdie Karte vom NYSC (NY Sportsclub) und werden ab heute anfangen unserealtenund müden Knochen wieder in Form zu bringen. Haben jetzt erst mal eineGratiswoche. Probetraining hieß das wohl in Deutschland und heißt anmelden:Aufnahmegebühr: 199,- $, monatliche Gebühr 89,- $ und das ist schon einerder billigeren !!! in dem anderen in dem wir waren - und das soll wohl diebeste SC-Kette in NY sein, da langen die ganz anders hin. Aufnahmegebühr:525,- $, monatliche Gebühr 149,- $ Ich glaube Obelix würde dazu sagen: Die spinnen, die Amis. Deswegen,trotzdem und überhaupt gehen wir jetzt halt den billigen Schuppen. Der liegtübrigens am Broadway (wird übrigens auch abgekürzt BW) im Crowne Plaza Hotelim 15. Stock mit Blick über den Times Square - aber das hat man halt davonwenn man sich die gscheiten Clubs net leisten kann.Also: That´s cool, that´s New York state of mind.

4) Nightlife In NYC
Ja und natürlich nicht zu verschweigen ist das Nachtleben bzw. das was man hier in den ersten 3 1/2 Wochen so entdecken kann: Und ich kann nursagen: Euch werden vor Neid die Augen tränen - und (!!!!!!) uns tränt hierder Geldbeutel, weil wenn igrendwo auf der Welt gilt: Ohne Moos nix los.Dann hier. Wer also mal sich nen billigen Flug rauslässt um uns hier zubesuchen. Gut so. Das Geld braucht Ihr hier um wegzugehen.ALSO. In die Nightclubs kommt man meistens (zumindest am WE, äh also demWeek-End) schon mal nur rein wenn man auf der Gästeliste steht. Aha. Und wiekommt man da drauf! Auf den Websites Email hinterlegen, dann bekommt manjede Menge Einladungsspams, auf die man dann antwortn kann und sich auf dieGästeliste für einen bestimmten Event / Tag setzten lassen kann. Gleich bei uns um die Ecke liegt z.B. das PROVIDENCE, eine umgebaute Kirche (!) in derim Erdgeschoss das Restaurant und die Bar ist und im Keller der Club. In dem wir allerdings (wir waren da jetzt einmal drin - Freitag) doch weit über dem Altersdurchschnitt lagen. ALLERDINGS nicht die ältesten: Denn. Der Bringerdes Abends war ein (offensichtlich sehr gut betuchter) Mittsiebziger mitseiner mittvierzig-jährigen Frau/Freundin, die maßlos überbretzelt war undwie eine nervöse Hummel vor ihm rumgehopselt ist - wohl in der Hoffnung,dass sich dann endlich n och was in seiner Hose regt oder dass er veilleichtdoch demnächst das Zeitige segnet und sie dann an sein Geld kann - Ok. dasist gemein - aber so das echt aus.Well: That´s strange, that´s New York state of mind.

5) Der Neidfaktor
Wer allerdings hier die höheren kulturellen Freuden erleben will - keinProblem. OK - hier ein kurzes Spotlight über das letzte Wochenende (oh ichvergaß WE) an dem wir gemeinsam mit Julia´s Eltern, die uns besucht hatten und eine nicht totzukriegende Kondition an den Tag legten (Respekt, Respekt) NYC unsicher gemacht hatten.

Freitag abend: Essen in einer brasilianischen Churrasceria (in der JuliaCousin Jazzpiano spielte, gemeinsam mit Bass und Schlagzeug)
Samstag: Guggenheim-Musuem, abends Broadway (BW)-Musical "Beauty and The Beast", mit einem Bühnenbild, wo man nur sagen kann, der absolute Wahnsinn. Und danach ab in die Cocktail-Bar mit Mojitos und New Yorker zum Absacken.
Sonntag: Sightseeing in Soho, Greenwich Village etc., ab aufs Empire State und am Abend in den Jazzclub (5.Stock mit Fensterfront mit Blick auf den Central Park).
Also jetzt neidneidneidneidneid ..... :-)

That´s cool, that´s New Yorkstate of mind.

6) Our Home - the Home that never sleeps !!!
So weit so gut. Und wir wohnen hier mittendrin, 57th Street direkt unterhalb der linken Ecke des Centrals Parks und es alles hier erlaufbar. Broadway in knappen 10 Minuten, Central Park in 5 Minuten (und auch zu dem Jazzclub sinds nur 5 Minuten). Allerdings wer hier absolute Ruhe sucht, ist in dieser Stadt völlig fehl am Platz. Es heißt nicht umsonst "the City that never sleeps". Und da wären wir auch schon bei einem und für heute auch meinem letzten Thema: dem Schlafen.
  • Wir wohnen mitten in Manhatten. Ok!
  • Wir wohnen an einer vierspurigen Hauptstraße. Ok!
  • Wir wohnen im ersten Stock direkt über dem Irish Pub "DJ Reynolds" (der Pub-Besitzer ist auch unser Vermieter) Ok!
  • Wir wohnen über einem Pub, in dem es keine Sperrstunde gibt. Ok!
  • Wir wohnen in einer Stadt in der man zum Rauchen vor die Tür muss. Ok!
  • Wir wohnen über einem Pub, an dem Samstag nachts um halb drei lauter Besoffene, zum Zigaretten rauchen und Grölen vor dir Tür gehen und du selbst glaubst sie stehen direkt vor deinem Bett. Ok!
  • Und wir wohnen auch über einem Pub, wo wir am Freitagnacht auch im Bettliegend die Oldies noch alle mitsingen. Ok!

But I guess - we will also get used to that. Therfore: Stay cool, that´s New York state of mind

Zu guter letzt noch ein paar News vom NYC Weather Channel: Hier hat' s tagsüber so ca. 10 Grad, Wind wie Sau und wenns regnet, dann schüttet es,was bei heftigestem Regen, kein Spass ist. Und Wilma wird uns wohl heute undmorgen zumindest windmäßig auch ein wenig tangieren. Im Gegensatz zu good old Germany ist hier der Indian Summer bisher ausgefallen.

Ihr Lieben, das wars für heute.

All the Best und vor allem Stay cool.
Bis Bald
Euer Neu-New-Yorker Peter

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